Bad Düben

Geburtstag: 981 (erste Erwähnung der Burg Düben)

Bewohner: 7930

Bekannt für: ziemlich viel Entspannung, sei es durch ein Moorbad im Spa oder eine Wanderung durch die Heide

Da alle so suuuuper entspannt sind in Bad Düben hat man das Gefühl, dass alles ein bisschen verschnarcht ist. Vielleicht waren aber auch gerade alle in der Dübener Heide wandern. Trotz seiner ruhigen Lage und seines hohen Alters ist Bad Düben eine hübsche Kleinstadt und man kann Fotos machen, ohne dass einem dauernd jemand ins Bild läuft. Die zwei bekanntesten Anziehungspunkte, die die Bekanntheit der nordsächsischen Stadt ausmachen, habe ich – wie immer ungewollt – vernachlässigt. Eine Nachbesserung wird angestrebt.

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Delitzsch

Delitzsch
Geburtstag: 1166
Einwohner: 24.850
Bekannt für: ein Schloss und einen Haufen Süßkram
Ausblick aus dem Schlossturm auf den Barockpark im Vorder- und die Schokoladenfabrik im Hintergrund.
Ich habe selten in einem Schloss so oft „Ooooh“ gesagt, wie im Delitzscher Barockschloss. Auch wenn hier, soweit ich weiß, niemals ein Märchenfilm gedreht wurde, wäre es die perfekte Kulisse dafür. Die unter Herzogin Henriette Charlotte erfolgten Umbauarbeiten prägen das heutige Bild des Schlosses im Innenbereich. Die wunderschönen Leinentapeten sind trotz der wechselvollen Geschichte noch sehr gut erhalten und die passenden Möbel runden das spätbarocke Interieur ab. Da ich das Schloss im letzten Jahr besucht habe, sind die Puppen des Märchenrätsels auf den Fotos vielleicht nicht mehr ganz aktuell. (Was auch nicht so schlimm ist, denn Puppen sind gruselig.)
Im Schloss lernt man noch so einiges über die Stadtgeschichte von Delitzsch, wie zum Beispiel über die bekannte Süßwaren- und Schokoladenfabrik, die seit 2008 zur Halloren Schokoladenfabrik gehört.
Die Stadt selbst ist auch ziemlich hübsch. Wenn man sich in der Touristeninformation (die im Schloss untergebracht ist) einen Stadtplan geben lässt, kann man einen eigenen kleinen Rundgang machen. Auf dem Plan ist auch gut zu erkennen, wie groß die Stadt einst war. Ein großer Teil der Stadtmauer und der Wallgraben sind noch vorhanden.
Als Besucher ist es wirklich schwer sich in dieser Stadt zu langweilen, selbst wenn man nur zum Schokolade einkaufen vorbeikommt. Nicht umsonst heißt deshalb auch das jährlich stattfindende Schlossfest „Vive le plaisir“.
Historischer Abriss des Barockschlosses
9./10. Jh.
Errichtung einer slawischen Burganlage
1387-91
Umbau der Anlage in gotische Wasserburg
1540-58
unter Herzog Moritz von Sachsen Umbau in Renaissancestil
1689-96
unter Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg Umbau in barocken Witwensitz
1692-1701
Wittum der Herzogin Christiana von Sachsen-Merseburg
1731-1734
Wittum der Herzogin Henriette Charlotte von Sachsen-Merseburg
bis 1849
Nutzung als preußische Garnison
bis 1860
Nutzung als Artillerieschule
1860-1926
Nutzung als Frauenzuchthaus
ab 1928
Stadt kaufte Schloss; Nutzung als Museum und Bibliothek
1974-1993
Sperrung des Schlosses auf Grund beschädigter Baustruktur
1993
nach Modernisierung Wiedereröffnung des Museums

 

 

 

 

Zwei Obelisken flankieren das Haupttor zum Schloss. Unterhalb sind zwei Putten angebracht, die das sächsische Wappen tragen und den Herzogshut darüber halten.

 

Auf der anderen Seite halten die zwei Putten das Wappen des Herzogtums Cleve. Die sächsischen Kurfürsten beanspruchten neben anderen Herrschern die Herzogtümer Jülich, Cleve und Berg. Die Auseinandersetzung fand ihren vorläufigen Höhepunkt im Jülich-Klevischen Erbfolgekrieg von 1609. In den Besitz auch nur eines der Herzogtümer kamen die Wettiner nie.

 

Den Eingang zum Schloss bildet das Stifterportal. Bekrönt wird es von zwei schwarzen Löwen, die die Wappen von Sachsen und Cleve, sowie des Stifts Merseburg flankieren. In der Inschriftentafel darüber wird Christian I. von Sachsen-Merseburg (1615-1691) als Bauherr genannt.

 

Grabdenkmal mit (invalidem) Putto für die Eheleute Hertzsch
unbekannter Künstler
Postaer Sandstein
1795

 

fürtstlicher Wohnbeiech in der Beletage

 

keine sächsische Residenz ohne August

 

 

 

Wie man sich im Notfall aus dem Schlossturm abseilt,
Wer die verschiedenen Leinentapeten im Schloss nicht schön findet, hat leider keinerlei Sinn für Ästhetik.
Der Breite Turm an der Breiten Straße (46 m)
1396 errichtet
bildete früher mit dem Breiten Tor den östlichen Eingang in die Stadt
Stadtkirche St. Peter & Paul
1494 fertiggestellt

 

 

 

Das Rathaus entstand zwischen 1474 bis 1497 und wurde im Spätklassizismus umgebaut.
Hallescher Turm an der Halleschen Straße (39 m)
1394 errichtet
Bildete den westlichen Eingang in die Stadt und war der Beobachtungsposten eines Türmers.

 

Gedenkstein für den Zoologen/Mikrologen/Geologen/…. Christian Gottfried Ehrenberg, der 1795 in Delitzsch geboren wurde.

 

 

 

In Delitzsch ist man sehr (fassaden)tierchenlieb