Glauchau

Geburtstag: 1240 (urkundliche Erwähnung eines Vasallen „henric de Cluchowe“)

Einwohner: 14.139

Bekannt für: zwei Schlösser, eins vorn und eins hinten; Geburtsstadt und Zentrum der Verehrung Agricolas

Immer wenn ich denke, ich habe schon alles gesehen und jeden noch so verwunschenen Winkel Sachsens besucht, findet sich noch ein weißes Fleckchen auf meiner persönlichen Liste. Dieses Fleckchen war im letzten Jahr der Landkreis Zwickau, der gänzlich ländlich geprägt ist. Hier habe ich seit Jahren mal wieder etwas praktiziert, was ich fast aufgegeben hatte, da es zunehmend von Enttäuschungen geprägt war: die Fahrt ins Blaue. Das heißt, ich recherchiere nicht viel vor, sondern fahre einfach los und entdecke Orte ganz unvoreingenommen. Das habe ich im Falle von Glauchau getan und fand eine süße Kleinstadtperle mit gleich zwei Schlössern und einem der übertriebensten Marktbrunnen ever. (Woher habt ihr nur das Geld für so was?)

Die Doppelschlossanlage

Das Schloss Hinterglauchau

Der heutigen doppelten Schlossanlage ging eine Burg voraus, die zwischen 1170 und 1180 unter Hermann I. von Schönburg († 1224/1225) wohl als Stammsitz seiner Linie errichtet wurde. Leider haben sich kaum Details über diese Anlage erhalten.

Während sich links noch ein Flügel von Forderglauchau ins Bild drängt, ist im Hintergrund schon die Front von Hinterglauchau zu sehen.

In den Jahren 1470 bis 1485 wurde die Burg unter Ernst I. von Schönburg (um 1458-1489) in ein Schloss umgebaut. Der spätgotische Bau wurde dabei vom zeitgleich stattfindenden Bau der Albrechtsburg in Meißen inspiriert. Von dieser Version des Schlosses sind nur noch wenige Details sichtbar.

Ein spätgotisches Vorhangbogenfenster wurde hier zu Gunsten eines Sitznischenportales aus der Renaissance zugemauert.

Das Schloss Hinterglauchau, welches sich aus der Burg und dem ersten Schlossbau entwickelte, wurde in den Jahren 1527 bis 1534 unter Ernst II. von Schönburg-Glauchau (1486-1534) im Stil der Frührenaissance errichtet. Als Architekt der kompletten doppelten Schlossanlage wird Andreas Günther genannt. Im 18. Jahrhundert fanden nochmals größere Umbauarbeiten aufgrund von baufällig gewordenen Gebäudeteilen statt. In den Jahren 1864/65 wurde der Südflügel des Schlosses im damals beliebten und heute noch sichtbaren Stil der Tudorgotik erbaut.

Der Innenhof

Im Südflügel, welcher von Zinnen geziert wird, befindet sich u. a. die Remise.

Ein Museum befindet sich schon seit dem Jahr 1940 im Schloss, da der Graf Joachim von Schönburg-Glauchau (1873–1943) seinen Hauptwohnsitz in Wechselburg hatte und der Stadt Räume für eine Ausstellung zur Stadtgeschichte zur Verfügung stellte.

Auch während der DDR-Zeit beherbergte das, von Plünderungen während des Krieges verschont gebliebene, Schloss ein Museum.

Das heutige Schlossmuseum zeigt einige historische Räume, eine Ausstellung zur Stadtgeschichte, sowie wechselnde Sonderausstellungen. Es war eine kleine Überraschung, da ich erstens nicht mit einem Museum gerechnet habe und zweitens nicht mit so schönen Räumen. Ich kann es allen empfehlen, die sich gerne schöne Schlösser ansehen, aber bei der Betrachtung lieber ungestört sein möchten.

Der Historismus-Salon

Das Biedermeier-Zimmer

Das Treppenhaus im Ausstellungsbereich der Kunstsammlung

Ein Blick in die Kunstsammlung des Schlosses. Im Vordergrund ist die Bronzeplastik „Schiffbruch“ von Carl Roeder (1854-1922) zu sehen.

Die Galerie zum Festsaal

Das Rokoko-Zimmer

Die schönburgischen Rezessherschaften

Heute würde wohl niemand diskutieren, ob Glauchau zu Sachsen gehört oder nicht. Vor ein paar Jahrhunderten sah das noch ganz anders aus. Die Adelsfamilie von Schönburg hatte ihr eigenes Territorium um Glauchau aufgebaut, welches als reichsunmittelbar galt. Es gehörte als nicht zu Kursachsen.

Die Ursprünge der Schönburger liegen im 12. Jahrhundert auf der Burg Schönburg bei Naumburg (Saale). Wie bereits oben erwähnt beginnt die Geschichte der Schönburger im Glauchauer Gebiet mit dem Bau der Burg um 1170. Seit dem 13. Jahrhundert bis zum Jahr 1779 waren die Herrschaften Glauchau, Lichtenstein und Waldenburg Lehen der böhmischen Könige und galten damit als sogenannte Reichsafterlehen.

Im Verlauf der Jahrhunderte dehnte sich das Kurfürstentum Sachsen immer mehr aus und es wurde versucht auch die schönburgischen Lande zu vereinnahmen. Da dies juristisch schwierig war, strengte Kursachsen im Jahr 1740 einen sogenannten Rezess (Vergleich) an, welcher dazu führte, dass die Landeshoheit an die sächsischen Kurfürsten fiel und den Schönburgern in ihrem Territorium nur noch die Gerichtsbarkeit und die innere Verwaltung blieb. Die böhmische Krone stimmte diesem Rezess nicht zu und auch die Familie von Schönburg war mit diesem Ergebnis nicht einverstanden. Diese ganze rechtliche Auseinandersetzung gipfelte im „Glauchauer Krieg“ des Jahres 1777, bei denen sich das sächsische Militär und die Truppen Maria Theresias (1717-1780) gegenüberstanden. (Maria Theresia von Österreich war u. a. auch Königin von Böhmen.) Albert Christian Ernst von Schönburg-Hinterglauchau (1720-1799) floh daraufhin ins Exil nach Wien, aus welchem er nie wieder zurückkehrte. Diese ganze verworrene Angelegenheit wurde im Jahr 1779 neben viele anderen Gebietsstreitigkeiten im Friede von Teschen geklärt. Alle lehnsherrlichen Rechte an den schönburgischen Rezessherrschaften fielen letztendlich den sächsischen Kurfürsten zu. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden die verbliebenen landesherrlichen Rechte der Schönburger immer weiter abgebaut. Im Jahr 1880 wurde schließlich die Amtshauptmannschaft Glauchau gebildet.

Das schönburgische Wappen im Buntglasfenster der Schlosskapelle. Es findet sich noch als Teil von etlichen Stadtwappen Westsachsens, natürlich auch in jenem von Glauchau selbst.

Der obige Text ist eine starke Vereinfachung vieler juristischer Schattierungen über viele Jahrhunderte hinweg. Ich bin mir leider auch nicht sicher, ob ich 1) alles richtig verstanden habe und 2) alles richtig erklärt habe. Mit diesem kleinen Kurs in die Territorialgeschichte sollte nur herausgestellt werden, dass die schönburgischen Rezessherrschaften ein kleines Spezifikum in der sächsischen Geschichte darstellen. Falls irgendjemand möglicherweise bessere Erläuterungen parat hat, dürfen diese gerne an mich weitergeleitet werden (wenn möglich ohne gönnerhaftes Mansplaining).

Das Georgius-Agricola-Memorial

Während andere westsächsische Städte sich mit der Benennung von Straßennamen und dem Aufstellen von Denkmälern zu Ehren von Georgius Agricola (1494-1555) begnügen, widmet ihm seine Geburtsstadt gleich einen ganzen Museumsraum. Agricola wurde in Glauchau unter dem Namen Georg Pawer bzw. Bauer als Sohn eines Tuchmachers und Färbers geboren. Von 1514 bis 1518 studierte er an der Universität Leipzig alte Sprachen. In dieser Zeit latinisierte er auch seinen Namen. Danach wurde er Lehrer und sogar Rektor an der Zwickauer Ratsschule. Nach einem erneuten Studium, u. a. auch in Bologna und Padua, kehrte er nach Deutschland zurück und wurde Stadtarzt in Chemnitz, sowie mehrfach gewählter Bürgermeister.

Als Universalgelehrter u. a. auf den Gebieten der Pädagogik, der Medizin und der Geologie, veröffentlichte Agricola mehrere Schriften. Als sein Hauptwerk gilt „De re metallica libri XII“ aus dem Jahr 1556. Es erschien erst nach seinem Tod. In dem Werk verband Agricola sowohl geologische als auch technische Erkenntnisse. Deswegen gilt das Buch als Grundlagenwerk für die Entwicklung der Montanwissenschaft.

Das Schloss Forderglauchau

Parallel zu dem Umbau des Schlosses Hinterglauchau zwischen 1527 und 1534 entstand auch eine komplett neue Gebäudeanlage, das heutige Schloss Forderglauchau. Der älteste Gebäudeteil wurde auf der Fläche der ehemaligen Vorburg und unter vermutlicher Einbeziehung bereits vorhandener Bausubstanz errichtet. Forderglauchau ist damit der älteste Renaissanceschloss-neubau im mitteldeutschen Raum. Der Südflügel wurde bereits im Jahr 1603 entweder nochmals umgebaut oder komplett neu errichtet. Im Jahr 1799 wurde Forderglauchau durch zwei neue Gebäudeteile zur Dreiflügelanlage erweitert.

Schlossgebäude mit Bäumen und Steinbrücke

Wenn man Schloss Hinterglauchau besuchen möchte, muss man erst das Tor und den Hof von Schloss Forderglauchau durchschreiten. 

Hereinspaziert durch die Schlosstür in den Wappenfarben der Schönburger! Das Wappen wird eigentlich von rot-silbernen Schrägstreifen geziert. Doch sehr oft finden sich die rot-weißen Streifen. Die Gründe dafür sind mir leider unbekannt.

Die beiden Schlösser wurden bis zum Jahr 1681 gemeinsam verwaltet und bewirtschaftet. Durch einen Familienvertrag der Schönburger wurden zwei neue Herrschaftslinien gebildet und Forder- und Hinterglauchau wurden zwei eigenständige Herrschaften. Die Linie der Schönburg-Forderglauchau starb im Jahr 1900 aus. Das Schloss fiel damit an die Linie der Schönburg-Hinterglauchau und der Schlösserkomplex war wieder vereint.

Das Relief „Maria, das Jesuskind anbetend“ ist eine Kopie des Florentiner Künstlers Andrea della Robbia (1435-1525) und hängt über dem Eingang der ehemaligen katholischen Hauskapelle. Es stammt aus dem Jahr 1869.

Während der DDR-Zeit befanden sich im Schloss u. a. die Musikschule, die Kreisbibliothek und verschiedene Wohnungen.

Heute befinden sich in dem Gebäude immer noch Räume für die Musikschule „Clara Wieck“ und die Stadtbibliothek „Georgius Agricola“, sowie die Kunstgalerie „art gluchowe“.

Schlossgebäude

Der Innenhof

Der Markt

Die Bebauung auf einer Seite des Marktes, davor der Marktbrunnen.

Das Rathaus

Einen ersten Rathausbau hat es wohl schon um das Jahr 1400 gegeben. Danach folgten noch einige andere Rathäuser, die durch Baufälligkeit oder Stadtbrände zerstört wurden. Der sich heute an der Ecke des Marktes befindende Bau wurde ab dem Jahr 1819 errichtet, nachdem sein Vorgänger im Jahr 1813 ein Opfer der Flammen wurde. Vom Markt aus betrachtet wirkt der Bau sehr klein und niedlich, wenn man jedoch die Rathauspassage betritt, sieht man, dass das Rathaus einiges an baulicher Länge hat. Diese Erweiterung erhielt der Ratshof in den 1990ern.

Das Rathaus an einer Ecke des Marktes

Rathausturm

Das Glockenspiel im Rathausturm besteht aus Meißner Porzellan und wurde dort anlässlich der 750-Jahr-Feier Glauchaus aufgehängt. Es erklingt um 9.05 Uhr, 12.05 Uhr und 18.05 Uhr.

Der Innenhof des Ratshauses

Die ehemalige Apotheke

Auch wenn sich in diesem Gebäude inzwischen keine Apotheke mehr befindet, sondern der Unverpackt-Laden „Möhrchen“, ist der koloniale Anstrich schwer zu übersehen. Denn auf Höhe des ersten Obergeschosses findet sich die Figur eines schwarzen Mannes mit nacktem Oberkörper in Federschurz und einer Federkrone. Also in einem Outfit, dass den rassistischen Vorurteilen des 18. Jahrhunderts entspricht, in welchem die Apotheke, deren Name sich auf die Figur bezog, gegründet wurde.

Ich kann es ehrlich gesagt im 21. Jahrhundert einfach nicht fassen, dass so eine Figur immer noch an Hausfronten zu finden ist.

Das Schlimme an der Diskussion über die Entfernung solcher Plastiken oder auch Straßennamen ist, dass sich die deutsche Gesellschaft seit Jahrzehnten mit der Frage beschäftigt, ob diverse stereotype Darstellungen, Bezeichnungen etc. überhaupt rassistisch sind. Die Antwort lautet schlicht und ergreifend: „Ja.“. Könnten wir bitte endlich weitergehen und nicht wegen jeder Soßenumbenennung wieder diese Grundsatzdiskussion mit drei blonden Typen führen?

Zum Punkt des Rassismus kommt in diesem speziellen Fall noch der Punkt des Kolonialismus bzw. Postkolonialismus dazu. Warum müssen solche Darstellungen erhalten werden? Sie bilden Stereotype ab und schüren Vorurteile. Vorurteile und Stereotype sind aber gar kein Kulturgut und müssen deshalb weder geschützt noch tradiert werden. Als liebstes Gegenargument kommt oft der Satz: „Ja, aber das bildet nun mal einen Teil der Geschichte ab und das kann man nicht einfach so entfernen.“ Doch kann man. Das Argument ist dahingehend leicht zu widerlegen, dass es ja auch keine Denkmäler und Plastiken von Faschist:innen braucht, um sich an die Zeit des Nationalsozialismus zu erinnern. Da fordern viele Menschen sogar weniger Aufarbeitung.

Es gibt sehr viele verschiedene Formen von Erinnerungskultur. Die Erhaltung von rassistischen Darstellungen schwarzer Menschen an Häuserwänden, um die Kolonialzeit Deutschlands nicht zu vergessen, ist keine davon. Ich habe mich dagegen entschieden, ein Foto der Figur zu zeigen, da dies auch eine Art der Reproduktion darstellt.

Hier sind abschließend noch zwei Lesetipps:

(Dabei ist zu beachten, auch wirklich den Inhalt, der sich zwischen den Buchdeckeln befindet, zu lesen und nicht nur den Titel. Leider ein oft gesehener Boomer-Fehler.)

Amjahid, Mohammed, Der weiße Fleck. Eine Anleitung zu antirassistischem Denken, München 2021.

Hasters, Alice, Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten, Berlin 2019.

Ogette, Tupoka, exit RACISM, rassismuskritisch denken lernen, Münster 2017.

Der Brunnen

Ein besonderes Highlight auf dem Markt ist der bronzene Brunnen. Er ist wunderschön, aber auch absolut überdimensioniert. Dank ähnlicher anderer Exemplare habe ich die Theorie aufgestellt, dass sich besonders in Kleinstädten die schönsten Brunnen finden lassen, so nach dem Motto: „Kleine Stadt, großes Repräsentationsbedürfnis“.

Der Brunnen wurde von dem ehemaligen Glauchauer Einwohner Hans Lorenz und seiner Frau Gretel im Jahr 2001 gestiftet. Geschaffen wurde er vom Bildhauer Bonifatius Stirnberg (* 1933). (Ein ähnlich schöner Brunnen von Stirnberg ist in Weißenfels zur finden.)

Der Brunnen besteht aus drei Elementen, die die Stadtgeschichte darstellen: drei Kinder, eine Marktfrau mit Gemüsekörben und ein Mann, der einen Webstuhl bedient, denn Glauchau hat eine umfangreiche Textilindustriegeschichte. Ja, da wurde tatsächlich ein Webstuhl in Bronze gegossen.

Die ev.-luth. Stadtkirche St. Georgen

Ein erster Vorgängerbau der heutigen Kirche wurde 1256 erstmals urkundlich erwähnt. Ein gotischer Bau der Kirche stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. Dieser brannte beim großen Stadtbrand im Jahr 1712 bis auf die Grundmauern nieder. Zwischen 1726 und 1728 erfolgte der barocke Neubau der Kirche, welche noch heute steht. Als Baumeister wird Johann Herrmann genannt, sowie der Hofzimmermeister Johann Michel Dörffel und der Bauunternehmer Samuel Nendel. In der Kirche findet sich ein großer Barockaltar, welcher auf eine Stiftung des Grafen Otto Ernst von Schönburg-Hinterglauchau (1682-1746) zurückgeht, sowie eine Silbermann-Orgel aus dem Jahr 1730.

Das ist der einzige Blick, welchen ich auf die barocke Inneneinrichtung erhaschen konnte, denn die Mitteltür war fest verschlossen.

Auch im Buntglasfenster über der Kirchentür wurden das schönburgische Wappen verewigt.

Die Ausstellung über Formgestaltung

Im Sommer 2020 war in der Sachsenlandhalle die kleine Ausstellung „OSTFORM – Formgestaltung in der DDR“ zu sehen. Auch wenn diese Schau schon wieder vorbei ist, möchte ich ihr dennoch einen Platz in meinem Beitrag widmen. Erstens, weil ich mir wünsche, dass sie vielleicht nochmals an dem einen oder anderen Ort der Öffentlichkeit präsentiert wird. Und zweitens, weil es Kunstwerke bzw. in diesem Fall Kunsthandwerk und Design, aus der DDR im öffentlichen Kulturraum immer noch relativ schwer haben. Es gibt vereinzelt Ausstellungen über DDR-Künstler:innen und ich habe tatsächlich schon vorher einmal eine Sonderausstellung über Formgestaltung besucht, aber insgesamt ist da noch viel Luft nach oben. Es wäre schön, wenn die Museenlandschaft da etwas risikofreudiger wäre, so dass Ausstellungen zur DDR-Geschichte nicht in einer provinziellen Mehrzweckhalle stattfinden müssen.

3 Kommentare

    C.H.

    Einfach toll geschrieben! DANKE!
    Ich bin die Cindy Hiller aus Glauchau, echt jetzt!
    Ja, Glauchau ist ein schönes, kleines Städtchen, wo man schnell im Grünen ist und zu den Metropolen des Ostens es nicht weit hat. Glauchau liegt eben auch an der Lebensader A4 mit noch ausreichender Industrie und Arbeitsplätzen. Und doch ist es auch wieder schön ländlich im Charakter. DIe Schönheiten der Stadt fallen einem gar nicht mehr so auf im Alltag. Da sind Deine Fotos gleich wieder ein Genuss. Auf Fotos sieht auch alles immer viel schöner aus 😉 Aber es gibt eben auch noch viel zu bauen, zu entwickeln und zu verbessern.
    Schöner Blog, den Du da betreibst. DANKE!
    Liebe Grüße von Cindy Hiller an Cindy Hiller 🙂

      Cindy Hiller

      Das ist ja lustig. Ich habe noch nie einen Namenszwilling kennengelernt! Vielen Dank für das Lob. Von einer Glauchauerin ist das natürlich nochmal was ganz besonderes. Und danke für die ergänzenden Informationen zum Brunnen. Viele Grüße nach Glauchau!

    C.H.

    Ach übrigens, den tollen Brunnen hat ein Unternehmer aus dem „goldenen Westen“ gestiftet (weil er in Glauchau geboren wurde). Er ist eben im Westen reich geworden,
    ich glaube auch als Textilunternehmer, und gibt am Ende seines Arbeitslebens seiner Geburtsstadt etwaas von dem erwirtschafteten Reichtum zurück. Find ich ja prinzipiell ganz gut. Schöner wäre es gewesen, wenn die Textilindustrie im Osten genauso erfolgreich geblieben wäre. Aber jetzt geht es ja seit vielen Jahren bergab damit in ganz Deutschland. Ist eben leider so. Sachsen hat sich halt vom Autoland (Autounion, Horch, usw.) zum Textilland (DDR) gewandelt und nach der Wende wieder zum Autoland umgestaltet. Nun betrifft es wohl wieder die Autoindustrie sich vom Verbrenner zum Elektro-Car zu wandeln, was eben leider etwas verschlafen wurde und jetzt mit großen Versuchen aufgeholt werden soll. Ob es funktioniert, weiß bis jetzt noch keiner so richtig, oder ob China da wesentlich schneller und effizienter arbeitet?
    Es ist eben ein großer Zeitenwandel und ob die verarbeitende Industrie überhaupt noch so eine große Rolle wie bisher spielt, steht in den Sternen.
    Tja, die Schönburger Geschlechter könnten wohl heute auch keine zwei Schlösser mehr in Glauchau aufbauen. Das ist Gechichte des Königreiches Sachsen und der Grafschaften. Soweit als Ergänzung.
    LG Cindy

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