Unterwegs auf dem Kulturweg der Vögte I

Das Vogtland ist vielleicht keine Region unendlicher Weiten, aber, was mich betrifft, ist es eine Region unbekannter Weiten. In Sachsen ist DAS Vogtland dieser kleine komische Zipfel irgendwo im westlichsten Westen des Freistaates. Manchen fällt vielleicht noch die Assoziation zu Stefanie Hertel ein oder zur Plauener Spitze. Und sonst so? Dank meiner lieben Freunde vom Blog „Vogtland-Zauber“ wusste ich wenigstens schon, dass das Vogtland sich über Sachsen hinaus bis nach Thüringen Bayern und Tschechien erstreckt und Plauen NICHT die größte Stadt in dieser Region ist (sorry, not sorry). Aber über die Historie dieses Landstriches wusste ich eigentlich so gut wie nichts. Und so begab ich mich zusammen mit dem Vogtland Tourismus auf den Kulturweg der Vögte und verbrachte ein paar spannende und verregnete Tage in diesen unbekannten Weiten.

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Für dieses Wortspiel gibt es zehn von zehn möglichen Kreativpunkten. Ich habe peinlich lange gebraucht, um es zu verstehen.

Bitterfeld-Wolfen

Geburtstag: 2007 (Fusionierung der beiden Städte und der umliegenden Gemeinden)

Einwohner: 40.964

Bekannt für: die schmutzigste Stadt Europas

„Warum is’n das hier eigentlich so grau in grau? Da hätt‘ ich ja gleich in Bitterfeld bleiben können!“ Dieses Zitat aus einem sehr guten deutschen Film beschreibt das ganze Dilemma, welches Bitterfeld-Wolfen hat. Nämlich die Vorurteile, die sich mit dieser Doppelkleinstadt in Sachsen-Anhalt verbinden. Dreckige Luft, Schmutz, Industriekloake – kurzum kein sehr lebens- oder überhaupt besuchenswerter Ort. Doch wie das immer so mit Vorurteilen ist, entstehen sie meistens aus der Ferne und können durch Direktkontakt abgebaut werden. (Diese Weisheit gilt übrigens für alle Lebensbereiche.) Und weil ich diese Vorurteile ohne Frage selbst hatte, bin ich hingefahren um mich selbst vom Gegenteil zu überzeugen.

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Off-Topic: Die Kirchturmgalerie

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass ich gerne Kirchtürme aus der Froschperspektive fotografiere, wenn ich sehr nah vor ihnen stehe? Mir schon. Ich fahre durch sehr viele Dörfer und fotografiere sehr viele Kirchen, denn sie sind Teil der Kulturgeschichte (Das heißt aber nicht, dass man deren religiöse Symbole in staatlichen Verwaltungsgebäuden an die Wand tackern muss.). Leider verfüge ich wohl nicht über genügend Lebenszeit, um über jedes idyllische Dorf mit einer hübschen Dorfkirche zu bloggen. Deshalb kommt hier meine Kirchturmgalerie, in der nicht nur Provinzkirchen ihren Platz finden, sondern auch einige aus größeren Städten. Denn menschliche Siedlungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern kommen auf diesem Blog ja immer etwas zu kurz, was aber nicht heißt, dass ich sie mir nicht auch ab und zu anschaue. Und jetzt viel Spaß mit meiner Fotosammlung. Die Auflistung erfolgt alphabetisch und wird beständig fortgesetzt.

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